Integration Studieren wird immer wichtiger - und zugleich immer teurer. Leider verzichten immer mehr Abiturienten und Abiturientinnen aus einkommensschwachen Familien oder mit Migrationshintergrund aus finanziellen Erwägungen auf ein Studium. Um ihnen die Entscheidung für die Aufnahme eines Studiums zu erleichtern, bietet die Studienförderung mit dem "Stipendium auf Probe" eine frühzeitige finanzielle Unterstützung ab dem ersten Hochschulsemester an.
Die Clearingstelle Sicherheitsdialog ist eine bundesweite Koordinierungsinstitution, die als Geschäftsstelle einen Überblick über sämtliche Kooperationsprojekte zwischen Sicherheitsbehörden und muslimischen Organisationen anstreben und die Umsetzung dieser Projekte unterstützen soll. Sie wurde durch Beschlussfassung der 3. Plenarsitzung der Deutschen Islam Konferenz (DIK) am 13. März 2008 beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ins Leben gerufen.
Bereits vor der Verabschiedung des Richtlinienumsetzungsgesetzes warnten eine Vielzahl von Verbänden, Experten und Politikern davor, dass die Sprachprüfung – jedenfalls ohne Härtefallregelung – zu einer absoluten Zuzugsschranke werden kann, die mit dem Schutz der Ehe (Art. 6 GG) unvereinbar sei. Die Realität bestätigt sich nunmehr in der Praxis und zeigt zugleich die Hilflosigkeit der Behörden, die nun auch in Extremfällen verpflichtet sind, dass neue System durchzusetzen. Die Verfassungswidrigkeit des Nachzugsausschlusses für Ehegatten Deutscher wird in dem beigefügten Tatsachenbericht, den eine deutsche Staatsangehörige verfasst hat, deren Ehe durch die neue Nachzugsbeschränkung konkret beeinträchtigt, wenn nicht gefährdet ist, deutlich.
Entsetzt berichtet die liberale MILLIYET über Zahlen des Statistischen Bundesamtes Wiesbaden, wonach im vergangenen Jahr von den ausländischen Schülern in Deutschland nur zwölf Prozent ein Gymnasium besucht haben. Von den deutschen Schülern lernten dagegen etwa 28 Prozent an Gymnasien. Von den Schülern mit Migrationshintergrund besuchten etwa 20 Prozent eine Hauptschule. Bei deutschen Schülern lag der Anteil der Hauptschüler dagegen nur bei neun Prozent. Insgesamt gab es im vergangenen Schuljahr rund 900.000 Schüler mit ausländischer Staatsangehörigkeit, womit der Ausländeranteil bei 9,6 Prozent lag. Ferner macht die Zeitung darauf aufmerksam, dass die Mehrsprachigkeit von Migrantenkindern nach Ansicht einer Sprachexpertin mehr anerkannt werden sollte. „Es ist schade, dass nur verlangt wird, die deutsche Sprache sprechen zu können, anstatt die Chancen der Zweisprachigkeit zu erkennen und zu fördern“, so die Präsidentin des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie (dbl), Monika Rausch.