Glossar
M
- Milli Görüs
- Am 17.05.2004 wurde von Bundesinnenminister Otto Schily gemeinsam mit dem Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Heinz Fromm, der Verfassungsschutzbericht 2003 vorgestellt. In diesem Bericht steht u.a. folgendes:
"Die bei weitem größte islamistische Organisation ist unverändert die "Islamische Gemeinschaft Milli Görüs" (IGMG). Sie betreibt eine faktisch desintegrative Jugendarbeit. Dies und ihre nur vorgeblich auf Integration zielende Politik fördern islamistische Milieus in unserem Land. Die Milli-Görüs-Bewegung ist einem als "Gerechte Ordnung" propagierten umfassenden Regelungssystem verpflichtet, das die westliche Zivilisation, ihren Wertekanon und ihr Demokratieverständnis negiert."
Die "Islamische Gemeinschaft Millî Görüs e. V." (IGMG) ist als mitgliederstärkste islamistische Organisation in Deutschland nach wie vor von besonderer Bedeutung. Die Verbindungen der IGMG zur türkischen "Partei der Glückseligkeit" (SP), die ebenso wie die Vorgängerparteien unter erheblichem Einfluss von Necmettin ERBAKAN steht, besteht fort. Auch 2003 setzte die IGMG ihre faktisch desintegrative islamische Bildungsarbeit fort, die sich schwerpunktmäßig an türkische Kinder und Jugendliche richtet. Mit ihrem Gesellschaftsmodell, dass letztlich auf eine einheitlich religiös formierte Gesellschaft hinausläuft, fördert sie die Entstehung und Ausbreitung islamistischer Milieus in Deutschland. Gleichzeitig versucht sie sich als auf dem Boden der freiheitlichen demokratischen Grundordnung stehende Organisation darzustellen, die sich um Integration bemühe.
- MOE-Staaten
- Staaten in Mittel- und Osteuropa, mit denen die EU Europa-Abkommen zum Zwecke der Heranführung an die EU-Standards geschlossen hat.
- Mozart, Wolfgang Amadeus
- Staatsangehörigkeit und Passwesen
Wolfgang Amadeus Mozart wurde am 27. Jannuar 1751 als Sohn der vom Wolfgangssee stammenden Anna Maria Mozart, geborene Petl und des Augsburgers Leopold Mozart als siebtes Kind in Salzburg geboren. Der name in der Geburtsurkunde lautet ohannes Chrysostomus Wolfgang Gottlieb Mozart. Salzburg ist damals freie Stadt im Territorium der österreichisch-ungarischen Monarchie. Mozarts werke entstehen in deutscher und italienischer Sprache. Seine Wirkungsstätte ist vorzüglich Wien.
Zwischen 1752 und 1857 (dem Erscheinen des ersten österreichischen Paßgesetzes) existierte das Paßwesen in Hunderten von Einzeldekreten repetitiven, aufhebenden, manchmal kontradiktorischen Charakters mit unterschiedlichem Geltungsbereich. Ebenso verwirrend und widersprüchlich schienen die Kompetenzen der paßerteilenden Behörden.
Eine "Staatsbürgerschaft" im Sinne des heutigen Völkerrechts existiert zu dieser nicht. Trotz des seit1811 dominant werdenden Abstammungsprinzips (ius sanguinis)erweist sich ein starkes territoriales Element (ius soli), das sich u.a. in der anhaltenden Bedeutung des 10jährigen Wohnsitzes als Erwerbsgrund der Staatsbürgerschaft wie des Heimatrechtes zeigt. Das ab 1812 geltende ABGB bildet mit den §§ 28-31 ABGB bis zum Ende der Monarchie den Kern des Staatsbürgerschaftsrechtes. Es folgen die neoabsolutistische "Reichsbürgerschaft" (1849) und schließlich die "allgemeine österreichische Staatsbürgerschaft" mit dem Staatsgrundgesetz von 1867.
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