2007 wurden insgesamt 30.303 Asylanträge gestellt (2006: 30.100). Davon waren 19.164 Erstanträge, 11.139 Folgeanträge. Die Zahl der Erstanträge ist damit auf einem neuen Tiefststand angekommen (2006: 21.029, 2004: 35.607, 2002: 71.127). Die wichtigsten Herkunftsländer 2007 waren Irak (22,6 % der Erstanträge), Serbien (10,4 %) und die Türkei (7,5 %). Die Flüchtlingshilfsorganisation Pro Asyl sieht Deutschland weiterhin „im Hintertreffen beim internationalen Flüchtlingsschutz“.
Quelle: Bundesamt
PRO ASYL hat erfolgreich die Herausgabe eines Großteils der Dienstanweisungen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge nach dem Informationsfreiheitsgesetz erstritten.
Bis zu zwei Dutzend türkische Kampfflugzeuge haben in der Nacht zum Sonntag das Hauptquartier der Terrororganisation PKK im Nordirak bombardiert. Bei den Luftangriffen wurden vor allem Kommunikationseinrichtungen der Organisation zerstört. Laut Angaben sei das PKK-Hauptquartier im Berg Kandil dem Erdboden gleichgemacht worden. Wie der erste türkische Vorstoß vor zwei Wochen basierte auch die Militäraktion vom Sonntag auf Geheimdienstinformationen der USA.
Kurz nach Mitternacht waren die Kampfflugzeuge vom Typ F-16 von dem Stützpunkt in Diyarbakir aufgestiegen. Der Angriff auf die PKK-Stellungen in den Kandil-Bergen rund hundert Kilometer tief auf irakischem Territorium dauerte mehrere Stunden.
Nach Angaben des Militärs griffen die Kampfflugzeuge ausschließlich Stellungen der PKK an. Zudem hätten Bodentruppen das Grenzgebiet beschossen, in dem sich Schätzungen zufolge 3000 PKK-Terroristen aufhalten.
Am Wochenende lancierte die türkische Armee ihren ersten großen Angriff auf die Terrororganisation PKK, die sich in den nordirakischen Bergen verschanzt hält. Etwa 100 Soldaten einer Eliteeinheit sind auf nordirakisches Territorium vorgedrungen und haben der PKK schwere Verluste zugefügt, erklärte ein Militärsprecher. Die Armee habe auch Artillerie und sechs Helikopter eingesetzt, um ein PKK-Lager zu bombardieren.
Nach dem Einsatz der türkischen Streitkräfte im Nordirak hat Staatspräsident Abdullah Gül weitere mögliche Einsätze angedeutet. Die Armee habe ein Mandat, sagte Staatspräsident Gül in Ankara vor seinem Abflug nach Pakistan, und sie werde dieses Mandat auch in Zukunft nutzen. (Hürriyet)
Nach den erneut verheerenden Anschlägen der PKK vom Wochenende, bei dem nach Angaben der türkischen Sicherheitskräfte mindestens 12 Soldaten getötet wurden, eskaliert die Situation im südost-türkischen Grenzgebiet zunehmend. Bei den anschließenden Gefechten an der Grenze zum Irak kamen nach Angaben des Militärs 32 PKK-Kämpfe ums Leben. Dabei überschlagen sich die türkischen Zeitungen heute erneut mit Forderungen nach Vergeltung und Einheitsrufen. „Wir stehen hinter Euch“, titelt die HÜRRIYET an das Militär gerichtet. „Die PKK hat wieder zugeschlagen. Jetzt sind die Augen auf die Regierung gerichtet“, die liberale MILLIYET. Die regierungsnahe YENI SAFAK gibt die Losung aus: „Wir sind alle Soldaten“, und die links-nationale CUMHURIYET: „Es reicht!“. Dabei wird von nahezu allen Zeitungen auf die Worte des irakischen Präsident Talabani aufmerksam gemacht, der auf Forderungen der Türkei, die PKK-Kämpfer auszuliefern, mit folgenden Worten reagiert habe: „Wir liefern der Türkei nicht mal eine Katze aus.“