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Zahl der Einbürgerungen in Deutschland steigt

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Geschrieben von Dr. Dienelt Samstag, 25. August 2007

Die Zahl der Einbürgerungen in Deutschland ist erstmals seit 2000 wieder gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden im Verlauf des Jahres 2006 124.832 Ausländer eingebürgert. Damit stieg die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 6,5 %.

Der Höchststand an Einbürgerungen wurde im Jahr 2000 erreicht, als das neue Staatsangehörigkeitsgesetz in Kraft trat (vgl. MuB 1/00). Damals erhielten 186.688 Personen einen deutschen Pass. Seitdem waren die Einbürgerungszahlen ununterbrochen rückläufig (siehe Tabelle). Allerdings lag die jährliche Zahl der Einbürgerungen nach 2000 immernoch höher als in fast jedem Jahr vor Inkrafttreten des Gesetzes. Wie bereits in den Jahren zuvor stellten Türkischstämmige die größte Gruppe der Eingebürgerten. Mit 33.478 Personen blieb die absolute Zahl im Vergleich zum Vorjahr relativ konstant (+ 2,5 %). Der Anteil Türkischstämmiger an allen Eingebürgerten lag bei 26,8 %, was in etwa dem Anteil der türkischen Staatsangehörigen an den in Deutschland lebenden Ausländern entspricht (26 %). Die zweitgrößteGruppe bildeten Personen aus dem früheren Staatenbund Serbien-Montenegro bzw. seinen beiden Nachfolgestaaten Serbien und Montenegro (12.611 bzw. 10,1 % aller Eingebürgerten), gefolgt von Polen (6.937 bzw. 5,6 %). Die wichtigste rechtliche Grundlage für Einbürgerungen war § 10 des Staatsangehörigkeitsgesetzes (StAG), der u. a. einen mindestens 8-jährigen rechtmäßigen Aufenthalt sowie eine Aufenthaltserlaubnis voraussetzt.

83.390 bzw. 66,8 % der Einbürgerungen erfolgten nach diesem Paragraphen. Dazu kamen 17.200 in Deutschland lebende ausländische Ehepartner sowie minderjährige Kinder dieser Personen, die erleichtert mit eingebürgert wurden. Die Zahl der Personen, die durch Ermessensentscheidung der Behörden eingebürgert wurden (§ 8 StAG), lag bei 6.440. Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland Kenan Kolat geht davon aus, dass die Einbürgerungszahlen künftig wieder sinken werden. Als Grund führte er die Einführung von Einbürgerungskursen mit Abschlussprüfung sowie die Verschärfung der Einbürgerungsbedingungen für junge Erwachsene an.

Weitere Informationen:

http://www.destatis.de

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