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Europa Nachrichten zum Ausländerrecht

Mitgliedstaaten reagieren unzureichend auf steigende Opferzahl des Menschenhandels in der EU

Im Zeitraum 2008-2010 gab es 23 632 ermittelte oder mutmaßliche Opfer des Menschenhandels in der EU. Diese erschreckende Zahl ist das Ergebnis des ersten Berichts über Menschenhandel in Europa, der heute von der Europäischen Kommission vorgestellt wird. Nach diesem Bericht stieg die Zahl der Opfer innerhalb der EU zwischen 2008 und 2010 um 18 %. Allerdings landen immer weniger Menschenhändler hinter Gittern. Die Zahl der Verurteilungen sank im gleichen Zeitraum um 13 %.

 

Keine visumfrei Einreise für türkische Staatsangehörige

Nach Ansicht von Generalanwalt P. Cruz Villalón in der Rechtssache Demirkan (C-221/11) haben türkische Staatsangehörige kein Recht auf visumfreie Einreise in die EU, um dort Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen Jedenfalls reiche die Berufung auf die bloße Möglichkeit, bei einem Familienbesuch in der EU Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen, nicht aus, um ein solches Recht zu begründen.

Visaerteilung 2012

Die deutschen Auslandsvertretungen erteilten im Jahr 2012 insgesamt 326 069 Visa mit ein- bzw. mehrjähriger Gültigkeitsdauer (2011: 237 953; Steigerungsrate: + 37 Prozent).

Höchstdauer des Aufenthalts im Schengen-Raum gilt nicht im kleinen Grenzverkehr

Der EuGH hat mit Urteil in der Rechtssache C-254/11 (Szabolcs-Szatmár-Bereg Megyei Rendőrkapitányság Záhony Határrendészeti Kirendeltsége / Oskar Shomodi) entschieden, dass die Beschränkung der Höchstdauer des Aufenthalts eines nicht visumpflichtigen Ausländers im Schengen-Raum auf drei Monate je Halbjahr gilt nicht im kleinen Grenzverkehr gilt. Bei Ausländern, die über eine Grenzübertrittsgenehmigung für den kleinen Grenzverkehr verfügen, ist die in bilateralen Abkommen zwischen den Mitgliedstaaten und den an sie angrenzenden Drittstaaten festgelegte Höchstaufenthaltsdauer unabhängig von ihren früheren Aufenthalten zu berechnen, wenn diese durch eine Rückkehr in ihren Wohnsitzstaat unterbrochen worden sind.

Lange Wartezeiten und Ungleichbehandlung im Visumverfahren

Antwort der Bunderegierung Drucksache 17/12476 vom 19. 02. 2013 auf die Kleine Anfrage – Drucksache 17/10399 –.

Smart borders / Intelligente Grenzen

Kommission stellte am 28. Februar 2013 ein Maßnahmenpaket zum Thema „intelligente Grenzen“ vor, mit dem die Grenzkontrollverfahren für Einreisende in die EU beschleunigt, vereinfacht und verbessert werden sollen.

Geplante Änderungen im Schengenrecht

Änderung der Verordnung (EG) Nr. 562/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates über einen Gemeinschaftskodex für das Überschreiten der Grenzen durch Personen (Schengener Grenzkodex), des Übereinkommens zur Durchführung des Übereinkommens von Schengen (SDÜ) sowie der Verordnung (EG) Nr. 810/2009 (Visakodex), der Verordnung (EG) Nr. 539/2001(EU-VisumVO), der Verordnung (EG) Nr. 1683/1995 (Einheitliche Visagestaltung) und der Verordnung (EG) Nr. 767/2008 (VIS).

Das Schengener Informationssystem der 2. Generation (SIS II) kommt

Einrichtung, Betrieb und Nutzung des SIS sind durch Rechtsakte der EU geregelt. Das System der 2. Generation (SIS II) soll nach dem Beschluss des Rates für Justiz und Inneres der EU vom 7. März 2013 nunmehr am 9. April 2013 vollzogen werden.

Schengen-Beitritt Bulgarien und Rumänien

Duetschland und die SchengenstaatenBundesinnenminister Hans-Peter Friedrich erwägt, durch ein Veto in Brüssel den Schengen-Beitritt von Bulgarien und Rumänien zu verhindern. Die Innenminister der europäischen Union werden am Donnerstag über die Aufnahme der Länder in den Schengen-Raum entscheiden.

Current developments in Germany with regard to the Association Treatment

In Germany there is an interesting development referred to the effects of the standstill clauses in Article 41 Additional Protocol and Article 13 of the Decision 1/80. The party Alliance '90/The Greens made a proposal for an amendment of the Residence Act. The aim of the proposal is to highlight the effects of the standstill clauses with regard to the national immigration law.


The reason for the draft bill is the current problem that the immigration authorities are not able to apply the national immigration law legally, when a Turkish citizen is within the scope of a standstill clause. It is nearly impossible for the relevant authorities to find out, what are the right provisions that apply to a Turkish citizen in such a situation. Due to the fact that the Alien acts of 1965 and 1990 had changed several times in the past until the Residence Act entered into force in 2004 the clerks, who are working in the immigration authorities, have to be experts of the whole immigration law since 1971. They need to know all the differences between the requirements of the residence titles in the respective immigration acts. I assume that the authorities incorrectly applied the current law rather than the applicable law as it stood in 1971. By applying the wrong rules, the authorities came to the wrong conclusion, because there have been plenty of changes since that time, which have effects to the rights of Turkish citizens:

  • The spouse has to fulfill a language requirement, when she applies for a resident permit on the ground of spousal reunification.
  • A resident permit will get invalid if a Turkish citizen stays more than 6 month far from the Federal territory.
  • A settlement permit depends on the possession of a basic knowledge of the legal and social system and the way of life in the Federal territory.
  • Minor children up to the age to 12 need a visa to enter the German territory.

The draft bill improves the legal situation, because it contains useful information for the immigrant authorities that makes it possible for them to recognize the effects of a standstill clause in each case. In the future, they will be able to find the relevant provisions in cases, where Turkish citizens are within the scope of a standstill clause.

Visa Policy of Member States and the EU towards Turkish Nationals after Soysal

Dr. Dienelt

EGMR kann Zahl noch offener Verfahren reduzieren

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte verzeichnet erste Erfolge bei der Bewältigung der Klageflut aus den 47 Europaratsländern.

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