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Türkei: Gespräche über Terrorbekämpfung im Weissen Haus

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Heute bei einem Treffen im Weißen Haus wollen Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan und US-Präsident George Bush über die jüngsten Spannungen zwischen beiden Ländern beraten. Erdogan wird Bush zum letzten Mal sagen „Entweder beendet ihr die PKK, oder mischt uns nicht ein“. Dieses Treffen wird die Zukunft der Bekämpfung des Terrors bestimmen. Der Ministerpräsident wird Bush folgende Botschaft in klarer Sprache übermitteln: „Die Beseitigung des Terrors im Nordirak ist vor allem eure Aufgabe. Seit Jahren beherrscht ihr dieses Gebiet. Sie sollen Talabani und Barsani warnen. Die PKK wird nicht existieren, solange sie keinen Unterschlupf gewähren. Entweder löst ihr die Sache, oder lässt unsere Hand frei“.

Vor dem Treffen des Ministerpräsidenten Erdogan mit US-Präsident Bush herrscht in der Türkei Skepsis. Denn die US-Regierung spielt in Sachen PKK-Bekämpfung seit geraumer Zeit ein sehr eigenartiges Spiel. Sie sieht sich als Verbündete der Türkei, unterstützt aber gleichzeitig eine PKK-Schwesterorganisation im Iran. (Milliyet-Sabah)

8 TÜRKISCHE SOLDATEN IN DER TÜRKEI

Die Terrororganisation PKK hat des drohenden türkischen Einmarsches in den Nordirak die acht türkischen Soldaten freigelassen, die sie vor zwei Wochen bei Gefechten in der Türkei gefangen genommen hatte.

Die Soldaten wurden am frühen Sonntagmorgen in den Kandilbergen im Nordosten des Irak an kurdische und türkische Unterhändler übergeben. Bei diesen handelte es sich nach den Angaben um den Innenminister der kurdischen Regionalregierung, Osman Hajji Mahmud, und dessen Stellvertreter Kerim Sinjari, welche die beiden irakischen Kurdenführer Talabani und Barzani repräsentierten. (Türkiye)

USA LOBEN DIE FREILASSUNG DER SOLDATEN

Die US-Regierung begrüßte die Freilassung der türkischen Soldaten. Die Türkei, der Irak und die USA müssten noch intensiver im Kampf gegen den „gemeinsamen Feind“, PKK, zusammenarbeiten, betonte der Sprecher des US-Außenministeriums, Sean McCormack in einer am Sonntag veröffentlichten Erklärung. Er beglückwünschte die Regierung in Bagdad, die mit ihren Bemühungen um die Freilassung Erfolg gehabt hätte. „Wir erneuern die Verurteilung der PKK als Terrororganisation und fordern sie auf, ihre Terrorakte zu beenden und bedingungslos die Waffen niederzulegen“. (Cumhuriyet)

KOMMENTAR: NACHBARSTAATEN

Yılmaz ÖZTUNA - Türkiye

Die seit Monaten erwartete Konferenz der Außenminister der Nachbarstaaten des Irak hat endlich in Istanbul stattgefunden. Es wäre eigentlich richtiger, den Namen der Konferenz „Nachbarstaaten und Nichtnachbarstaaten“ zu nennen. Denn an dieser Konferenz haben einschließlich China und Kanada, die dem Irak am fernsten liegen, 17 Staaten und 5 internationale Organisationen teilgenommen.

Das Ziel der Konferenz war, der unheilbaren Krankheit eine Lösung zu finden: Frieden im Irak… Eine Phantasie… Konnte seit Jahren in Afghanistan der Frieden und Einheit hergestellt werden?

Man bemühte sich für die Abhaltung dieser Konferenz in Istanbul, um die Unlösbarkeit des Irak-Problems ohne die Türkei zu demonstrieren. Die Teilnehmerstaaten mahnten wir über die PKK.

Der iranische Außenminister Mottaki kam zuerst nach Ankara und saß in Istanbul gegenüber von Miss Rice. Sie aßen zusammen, aber redeten kein Wort einander. Mottaki hat eine Allianz zwischen Türkei-Syrien-Iran vorgeschlagen, denn Irak ist gegen Alleinhandeln der Türkei.

Diese Konferenz kann aber die Irak-Frage nicht lösen. Auch wenn Amerika den irakischen Staat bewahren sollte, so wird es das Land in drei teilen, das Erdöl selbst verwalten und seinen Einfluss fortsetzen. Es braucht eine lange Zeit für den geteilten Irak zur Ruhe und zum Frieden. Eine Trennung ist viel wahrscheinlicher als eine Wiedervereinigung. Die türkische Außenpolitik sollte sich den neuen Bildungen bereithalten.

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan befindet sich zur Zeit in den USA. Er wird heute mit Präsident Bush ein historisches Gespräch führen. Das Gespräch und seine Ergebnisse werden von zahlreichen Staaten aufmerksam verfolgt. (Türkiye)

Quelle:
Deutsch-Türkische Medienagentur
Ali Yumuşak
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