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Buchrezension:Enzyklopädie Migration in Europa, Bade, Pieter, Emmer, Lucassen, Oltmer

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Gerade erschienen ist das Werk "Enzyklopädie Migration in Europa vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart" von Klaus J. Bade, Pieter C. Emmer, Leo Lucassen und Jochen Oltmer. Das Werk ist ein hervorragendes Nachschlagewerk zu Migrationsbewegungen innerhalb Europas in den letzten Jahrhunderten.

Aus der Pressemitteilung des Verlages: Migration und Integration prägen die europäische Geschichte seit ihren Anfängen. Heute stehen sie im Mittelpunkt öffentlicher Aufmerksamkeit.

Enzyklopädie Migration in EuropaViele Europäer halten die aktuellen Herausforderungen für eine historische Ausnahmesituation. Wanderungsbewegungen, Integration und interkulturelle Begegnung aber waren seit jeher zentrale Elemente der europäischen Kulturgeschichte. Viele, die sich gegenwärtig über die Integration von Fremden sorgen, wissen nicht, dass sie selber ferne Nachfahren von Zuwanderern sind. Die Vielfalt der Gruppen, die sich innerhalb Europas über die Grenzen staatlicher, kultureller und sozialer Räume bewegten oder von außerhalb nach Europa zuwanderten und dies weiter tun, ist nur wenigen bewusst. Dieser Mangel an historischem Bewusstsein in Sachen Migration und Integration hat Folgen für Politik und Gesellschaft.

 

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Das verfügbare Wissen über Migration und Integration stellt die Enzyklopädie Migration in Europa übersichtlich, klar und kompetent bereit – von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart. Die Enzyklopädie ist ein Gemeinschaftswerk internationaler Fachleute. Der erste Teil behandelt alle europäischen Großregionen und Länder in ausführlichen epochenübergreifenden Überblicken. Sie beschreiben die Wanderungsgeschichte der jeweiligen Räume und untersuchen die sozialen, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Rahmenbedingungen von Integration. Das bietet den Orientierungsrahmen für die folgenden mehr als 220 Artikel zu den vielgestaltigen einzelnen Migrantengruppen in Europa. Diese beleuchten das Thema detailliert und in ganzer Breite: Es geht zum Beispiel um afrikanische Sklaven in Europa, um philippinische »Mail- Order«-Bräute, Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg oder deutsche Deportierte in der UdSSR nach 1945. Andere Beispiele sind Artikel zu albanischen Siedlern in Italien, pakistanischen Einwanderern in Großbritannien, deutschen Siedlern in Russland oder »deutschstämmigen« Aussiedlern. Einträge zu Glaubensflüchtlingen wie Hugenotten oder Salzburger Protestanten finden sich ebenso wie zu italienischen Saisonarbeiterinnen im Reisanbau, irischen Arbeitern in England, Schweizer Söldnern in Europa oder den verschiedensten Gruppen von politischen Flüchtlingen oder Vertriebenen. Herausgegeben von Klaus J. Bade, Pieter C. Emmer,
Leo Lucassen und Jochen Oltmer
2007. 1.156 Seiten im Großformat, zahlr. Abbildungen und Karten, Festeinband, € 78,-
Einführungspreis bis zum 31.12.2007: € 58,-
ISBN 978-3-506-75632-9 Der Titel erscheint in Gemeinschaftsproduktion mit dem Wilhelm Fink Verlag. Die Herausgeber: Klaus J. Bade, Dr. phil., geb. 1944, ist Professor für Neueste Geschichte und Begründer des Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück. Pieter C. Emmer, Dr. phil., geb. 1944, ist Professor für die Geschichte der europäischen Expansion im atlantischen Raum an der Universität Leiden. Leo Lucassen, Dr. phil., geb. 1959, ist Professor für Sozialgeschichte an den Universitäten Leiden und Amsterdam. Jochen Oltmer, Dr. phil., geb. 1965, ist Apl. Professor für Neueste Geschichte und Vorstand des IMIS der Universität Osnabrück.




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