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Islamistischer Feminismus: Zur Märtyreroperation ohne Kopftuch!

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Ist das Kopftuch obligatorisch für Musliminnen? Zu dieser auch hier immer wieder aufflammenden Debatte ein interessantes Zitat von Jussuf El-Karadawi, der sich im vergangenen November mit der Anfrage beschäftigte, ob Palästinenserinnen, die ein Selbstmordattentat verüben wollen, gegen die islamischen Bekleidungsregeln verstoßen dürfen.

Hierzu führte Kardawi im Internetforum Islam online aus:

"Given all this, I believe a woman can participate in this form of Jihad according to her own means and condition. Also, the organizers of these martyr operations can benefit from some believing women as they may do, in some cases, what is impossible for men to do. As for the point that carrying out this operation may involve woman’s travel from place to another without a Mahram, we say that a woman can travel to perform Hajj in the company of other trustworthy women and without the presence of any Mahram as long as the road is safe and secured. Travel, nowadays, is no longer done through deserts or wilderness, instead, women can travel safely in trains or by air. Concerning the point on Hijab, a woman can put on a hat or anything else to cover her hair. Even when necessary, she may take off her Hijab in order to carry out the operation, for she is going to die in the Cause of Allah and not to show off her beauty or uncover her hair. I don’t see any problem in her taking off Hijab in this case. To conclude, I think the committed Muslim women in Palestine have the right to participate and have their own role in Jihad and to attain martyrdom."

Frauen, die einen Selbstmordattentat begehen wollen, haben damit das Recht, das Haus ohne männlichen Beistand (Mahram) zu verlassen, wenn die Reise sicher und ungefährdet möglich ist. Sie müssen auch nicht ihren Ehemann oder Bruder oder Vater um Erlaubnis fragen. Und sie haben auch das Recht, wenn nötig zur Ermöglichung der Operation das Kopftuch abzulegen, da sie dies ja nicht macht, um “ihre Schönheit zu zeigen”, sondern um für Gott zu töten.

Niemand soll sagen, sei ein Widerspruch in sich. Im Zeichen des Terrors kommt der islamische Feminismus mit mächtigen Schritten voran. Religiöse Führer, die sonst gerne schlaflose Nächte über der Frage verbringen, wie sie die Frauen im Haus und ans Kopftuch fesseln, werden plötzlich sehr pragmatisch.

Weiterführender Link

http://blog.zeit.de/joerglau/2007/06/03/scheich-karadawi-musliminnen-mussen-kein-kopftuch-tragen-wenn-sie-sich-in-die-luft-sprengen_536

http://www.islamonline.net/servlet/Satellite?pagename=IslamOnline-English-Ask_Scholar/FatwaE/FatwaE&cid=1119503545134




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