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Pressestimmen aus der Türkei nach den Landtagswahlen

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Der Ausgang der Wahlen ist weiterhin das Top-Thema der in Deutschland erscheinenden türkischen Tageszeitungen. Alle Zeitungen berichten auf ihren Titelseiten über die Bedeutung und die möglichen Konsequenzen.

«Frühe Warnung», ist auf der Titelseite der konservativen HÜRRIYET über die Wahlergebnisse zu lesen. Mit der Aussage: «Bundeskanzlerin Merkels Partei CDU hat einen Monat vor der Bundestagswahl von den Wählern eine gelbe Karte bekommen», deutet sie den Ausgang der Wahlen. «Den Ergebnissen nach will der Großteil der Wähler die große Koalition von CDU/CSU und SPD in Berlin». Auch die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen werden unter dem Titel: «Der Wind türkischer Kandidaten in NRW» thematisiert. Demnach «haben es 30 türkischstämmige Kandidaten geschafft, in die kommunalen Parlamente einzuziehen».

«Die Rechnung in der CDU bekommt Merkel», meint die SABAH zum Abschneiden der CDU. «Nach den schlechten Ergebnissen ist die CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin Merkel Ziel der Kritik geworden», schreibt die Zeitung und meldet, dass «einige Namen in der CDU sich Merkel zum Ziel genommen haben». Dagegen zeige sich der Vorsitzende der Grünen, «Cem Özdemir zufrieden». Parteichef der Grünen, kommentierte den Wahlausgang kurz und bündig mit den Worten: Frau Merkel hat jetzt ein Problem. Auf der anderen Seite hat auch in Köln die rassistisch gesinnte Pro-Köln-Bewegung mit ihrem Slogan „Gegen Moschee-Bau" ihren Stimmanteil deutlich erhöht. Es wurde als Besorgnis erregend eingestuft

Unter der Überschrift: «Türken in den Parlamenten des Bundeslandes», berichtet die liberale MILLIYET über den Einzug zahlreicher türkischstämmiger Kandidaten in die Parlamente in NRW. «Türken haben den Kommunalwahlen ihren Stempel aufgedrückt.» Dazu veröffentlicht sie in einer Tabelle alle Namen der Kandidaten, die den Einzug in verschiedenen Städten geschafft haben. Auch in Duisburg sind insgesamt sieben türkischstämmige Kandidaten aus verschiedenen Parteien in den Duisburger Stadtrat eingezogen. Aus den SPD-Reihen wurden Elif Keklik, Ercan Idik, von der CDU Gürsel Dogan, von der FDP Betül Cerrah, von den Grünen Mustafa Arslan und von der Links-Partei Erkan Kocalar gewählt.

«Ohrfeige vom Wähler für die CDU», ist groß bebildert auf der Titelseite der national-islamischen TÜRKIYE zu lesen. «28 Tage vor der Bundestagswahl ist der Superwahlsonntag in drei Bundesländern für die regierende CDU zur völligen Niederlage ausgeartet.»

«Debakel für die CDU, Merkel ist ratlos», betitelt die liberal-islamische ZAMAN ihren Bericht. Der Zeitung nach «bereitet der Ausgang der Wahlen der CDU und insbesondere Bundeskanzlerin Merkel große Sorgen.»

Quelle:
Deutsch-Türkische Medienagentur
Ali Yumuşak
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