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Roboter reiten in Abu Dhabi erstmals ein Kamelrennen. Die Veranstalter umgehen damit Verbot, Kinder als Jockeys einzusetzen. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty, kritisierten seit langem, dass Kinder, die oft nicht einmal drei Jahre alt sind und zudem auf strenge Diät gesetzt werden, um möglichst wenig zu wiegen, in die Golfstaaten gebracht und dort zu der körperlichen schweren Arbeit gezwungen werden. Sie werden faktisch als Sklaven für die Kamelrennen gehalten, die für sie zudem nicht ungefährlich sind.

Der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Khalifa Bin Zayed Al Nahyan hatte nach heftiger Kritik Anfang Juli das Mindestalter für Kamel-Jockeys auf 18 Jahre festgesetzt. Nach einem Abkommen mit UNICEF, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, wurden in den vergangenen Monaten bereits 250 Kinder-Jockeys in ihre Heimatländer zurückgebracht.

Bei Missachtung drohen den Veranstaltern der Kamelrennen empfindliche Haft- und Geldstrafen. Die Roboter sind da eine ausgesprochen begrüßenswerte Lösung. Die 15 Kilogramm schweren Maschinen-Jockeys hielten sich nach Angaben lokaler Medien gut. Die Jockey-Roboter haben zwei Greifarme, mit denen sie die Zügel und die Peitsche halten können und kosten etwa 2000 Dollar pro Stück Bereits 2004 hatte die Schweizer Firma K-Team entwickelter Roboter absolvierte am gestrigen Dienstag erfolgreich eine 2,5 km lange Teststrecke.

Der erste Auftritt eines Roboters als Kamelreiter liegt bereits ein Jahr zurück. Dabei soll der Roboter bereits nur 10 Sekunden unter der Rekordzeit für ein 5-km-Rennen gelegen haben, allerdings offensichtlich nicht unter richtigen Rennbedingungen. Ein weiterer Test soll am 28. Mai stattfinden, bestätigte die Hersteller-Firma gegenüber heise online. Zum Start der Saison im Oktober diesen Jahres sollen 20 Modelle zur Verfügung stehen. Ob und bis wann Roboter alleine für Kamelrennen eingesetzt werden, ist aber noch unklar. Einen visuellen Eindruck des Roboters erhält man auf der Webseite der Entwickler-Firma.