BAMF: Ausländer, Statistik, Korrektur / Studie: Deutschland, Ansehen

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Ausländerzahlen nach unten korrigiert - Bild von Deutschland international hervorragend

NÜRNBERG/WASHINGTON D.C. ? Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF, externer Link), das seit Jahresbeginn das Ausländerzentralregister (AZR) führt, hat Ende Juni 2005 bekannt gegeben, dass die im AZR ausgewiesene Zahl der in Deutschland lebenden Ausländer nach unten korrigiert werden musste. Auch die Zahl der Asylanträge in Deutschland sinkt (Migrationsrecht.net berichtete, interner Link). Währenddessen genießt Deutschland ausweislich einer Studie des Pew Global Attitudes Project, Washington D.C., ein stetig hohes Ansehen in der Welt.

In dem vom BAMF geführten Register werden Daten zu Ausländern gespeichert, die sich nicht nur vorübergehend in Deutschland aufhalten. Zu den Angaben gehören neben den Personalien beispielsweise die Staatsangehörigkeit, das Einreisedatum und der aufenthaltsrechtliche Status. Die Rechtsgrundlage des AZR bildet das Gesetz über das Ausländerzentralregister vom 2. September 1994, zuletzt geändert durch Art. 2 des Gesetzes vom 14. März 2005 (BGBl I, 721; interner Link: Mitgliederbereich).  Die im AZR ausgewiesene Zahl der in Deutschland lebenden Ausländer musste nach Angaben des BAMF im Wesentlichen auf Grund einer Datenbereinigung zum Jahresende 2004 auf 6,7 Millionen korrigiert werden. Das sind 618 000 weniger als im Jahr 2003. Aufgrund der Bereinigung fehlt es einem Vergleich an Aussagekraft.

Zur Vermeidung erneuten Korrekturbedarfes in einem solchen Ausmaß sucht das BAMF, das als zuständige Registerbehörde das Bundesverwaltungsamt abgelöst hat, die enge Zusammenarbeit mit den Ausländerbehörden der Länder. ?Verlässliche und aktuelle Daten sind die Grundlage für die Aussagekraft des Registers?, betonten Vertreter des Bundesamtes bei einer Arbeitstagung am 28. und 29. Juni 2005 in Nürnberg.

Wie das BAMF anlässlich der Datenkorrektur mitteilte, kommen von den derzeit rund 6,7 Millionen in Deutschland lebenden Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit 31 % (2,1 Mio.) aus Mitgliedstaaten der Europäischen Union, 48 % (3,2 Mio.) aus anderen europäischen Ländern. Türkinnen und Türken stellen mit 26 % (1,8 Mio.) den größten Anteil an der ausländischen Bevölkerung.

Aus der Studie des US-amerikanischen Projekts (externer Link, *.pdf, 290 K) geht indes hervor, dass das Image Deutschlands, das nach den Ergebnissen der Untersuchung weltweit zu den angesehensten Ländern gehört, nicht unbedingt in den Ländern am besten ist, aus denen die meisten Einwanderer stammen. Das beste Image hat Deutschland bei den Franzosen: 89 % von ihnen haben ein positives Bild von Deutschland. Darauf folgen die Niederländer (88 %), die Libanesen (85 %), die Russen (79 %), die Spanier gleichauf mit den Kanadiern (jeweils 77 %) und die Briten (75 %).

Die Deutschen selbst sehen sich und ihr Land eher negativ: 41 % sind eher skeptisch und glauben, Deutschland sei unbeliebt. Den gleichen Wert erreicht übrigens die Zahl der Deutschen, die ein negatives Bild von den USA haben, das sie aber weniger an dessen Bevölkerung als vielmehr an der Person des US-Präsidenten festmachen.