In Deutschland lebende Migranten leiden oft an psychischen Erkrankungen

Anzeige

 

In Deutschland ist das Leben von Migranten häufig überaus beschwerlich. Oft sind sie nämlich nicht wirklich in unser Staatswesen integriert. Denn hierzulande stoßen sie ständig auf Hindernisse, die zu einer Ausgrenzung führen. Dabei liegen die Hauptprobleme in einem Nichtbeherrschen der deutschen Sprache begründet sowie in kulturellen Barrieren. Ebenso ist das unzureichende Publik machen von Hilfsmöglichkeiten ein weiterer entscheidender Aspekt, der bei Migranten zu einer Desintegration führt. Unabhängig aber, welches die eigentlichen Ursachen für das ausgegrenzte Leben sind, für die Person bedeutet dies häufig eine hochgradige Belastung - die sich auf kurz oder lang in einer psychischen Erkrankung niederschlagt. Daher muss in Deutschland einiges geändert werden, dass auch Migranten sich bei uns viel integrierter sind und somit heimischer fühlen.

Studie legt erhöhte psychische Erkrankungen bei Migranten offen

Empirisch-wissenschaftliche Erhebungen, die auf dem am 12. September stattgefundenen Symposium „Psychisch krank durch Migration? Perspektiven der Migrationspsychiatrie in Deutschland“ von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) publik gemacht wurden, belegen das erhöhte psychische Krankwerden von Migranten. Den gewonnenen Erkenntnissen zufolge leiden sogar Migranten im Vergleich zum Bevölkerungsdurchschnitt viel häufiger an psychischen Erkrankungen. Als Konsequenz ergibt sich hieraus, dass Migranten öfters nicht arbeiten können sowie häufiger in Frührente gehen. Neben den sprachlichen und kulturellen Barrieren und einer schlechten Informationspolitik bezüglich Hilfsangeboten gibt es noch zahlreiche weitere Faktoren wie zum Beispiel Heimweh und Arbeitslosigkeit, die ebenso das Erkrankungsrisiko erhöhen.

Die Suizidrate bei jungen türkischen Migranten ist extrem hoch

Bei Migrantinnen ist das Risiko, psychisch zu erkranken, besonders hoch, auch wenn es hierzu noch keine eindeutigen Zahlen gibt. Aber absolut sicher ist, dass zum Beispiel bei jungen Türkinnen im Vergleich zum Durchschnitt gleichaltriger Menschen die Suizidrate um unglaubliche 50 % höher ist. Dies legte nämlich bereits eine Studie im Jahr 2010 offen. Hierbei wurde auch festgestellt, dass ältere Türkinnen überaus häufig an Magen- und Kopfschmerzen leiden, deren Ursachen nicht auf körperliche Beschwerden zurückgeführt werden konnten. Darüber hinaus wurde belegt, dass gerade bei Migranten aus der ehemaligen Sowjetunion überaus häufig eine Alkoholabhängigkeit auftritt sowie Selbsttötungen.

Das Sozial- und Gesundheitswesen muss sich besser auf Migranten einstellen

Damit in Deutschland Migranten absolut die gleiche Chance auf ein gutes Leben ermöglicht wird, muss unbedingt das Sozial- und Gesundheitswesen bestmöglich auf diese abgestimmt werden. Es ist nämlich schon seit den 1990er Jahren bekannt, dass Menschen mit Migrationhintergrund aufgrund ihrer Desintegration weniger häufig einen Arzt aufsuchen oder erst verspätet. Hinzu kommt, dass gerade im psychiatrischen Bereich oftmals Ärzte und Krankenhäuser gar nicht darauf ausgerichtet sind Migranten korrekt der jeweiligen Erkrankung gemäß zu behandeln. Daher sind nach Meinung des DGPPN im Gesundheitswesen multikulturelle Teams inklusive Dolmetscher besonders bei psychisch erkrankten Migranten absolut vonnöten. Aber auch im Sozialwesen muss in Deutschland von der Bundesregierung dafür gesorgt werden, dass Migranten eine viel bessere Integration erfahren als bisher – so dass sie erst gar nicht Gefahr laufen psychisch zu erkranken. Darüber hinaus sollte auch jeder hier lebende Deutsche seinen Teil dazu beitragen, dass Menschen mit Migrationshintergrund sich hier heimischer und somit wohler fühlen.