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Die Migrationsbeauftragte der Bundesregierung Maria Böhmer füllt heute die Titelseite der Europa-Beilage der SABAH mit einem Interview. „Wir wollen nicht, dass sich die Migranten hier assimilieren. Wir wollen, dass sie ‚Ja zu Deutschland’ sagen und Deutschland annehmen“, so Böhmer. „Wir wollen, dass sie hier Verantwortung übernehmen, damit sie sich auch besser an der Gesellschaft beteiligen können.“ Dabei kündigt Böhmer an, dass die Integrationskurse von 600 auf 900 Stunden aufgestockt werden sollen. Auch seien weitere Maßnahmen geplant, bei der Integration mehr auf deutsche wie auch auf die türkischen Medien zu setzen.

HÜRRIYET macht auf die auf Türkisch vorbereiteten Wahlplakate mit erheblichen Türkisch-Fehlern aufmerksam, die wegen der Landestagwahlen am Sonntag in Bremen vom  Bündnis 90 / Grünen aufgestellt worden sind. Das von einem der 11 türkischstämmigen Kandidaten Mustafa Kemal Öztürk vorbereitete Wahlplakat soll auf die Notwendigkeit des Türkischunterrichts in den Schulen aufmerksam machen, durch die verschiedenen grammatischen Türkisch-Fehler wird das Ziel allerdings besonders erreicht.

Nahezu alle in Deutschland erscheinenden türkischen Zeitungen berichten heute breit über den 2. Islam-Gipfel, wobei die Situation nach der gestrigen Konferenz der Situation von davor gleicht. Weiterhin sind der Schwimmunterricht und die Frage der Repräsentanz der Muslime ungeklärt.

Die inzwischen innerhalb der Regierungskoalition erzielte und vom Bundeskabinett am 28. März 2007 mit dem Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung aufenthalts- und asylrechtlicher Richtlinien der EU gebilligte Einigung über die gesetzliche Bleiberechtsregelung sieht u. a. den uneingeschränkten Arbeitsmarktzugang für geduldete Ausländer nach vier Jahren Aufenthalt ohne Vorrangprüfung und ohne Prüfung der Arbeitsbedingungen vor.

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