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Sonstige Nachrichten

Nur zwölf Prozent der Schüler mit Migrationshintergrund an Gymnasien

Entsetzt berichtet die liberale MILLIYET über Zahlen des Statistischen Bundesamtes Wiesbaden, wonach im vergangenen Jahr von den ausländischen Schülern in Deutschland nur zwölf Prozent ein Gymnasium besucht haben. Von den deutschen Schülern lernten dagegen etwa 28 Prozent an Gymnasien. Von den Schülern mit Migrationshintergrund besuchten etwa 20 Prozent eine Hauptschule. Bei deutschen Schülern lag der Anteil der Hauptschüler dagegen nur bei neun Prozent. Insgesamt gab es im vergangenen Schuljahr rund 900.000 Schüler mit ausländischer Staatsangehörigkeit, womit der Ausländeranteil bei 9,6 Prozent lag. Ferner macht die Zeitung darauf aufmerksam, dass die Mehrsprachigkeit von Migrantenkindern nach Ansicht einer Sprachexpertin mehr anerkannt werden sollte. „Es ist schade, dass nur verlangt wird, die deutsche Sprache sprechen zu können, anstatt die Chancen der Zweisprachigkeit zu erkennen und zu fördern“, so die Präsidentin des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie (dbl), Monika Rausch.

 

Ungenügende Integration kostet Milliarden

Wie die liberal-islamische ZAMAN heute berichtet, kommt die ungenügende Integration von Migranten den deutschen Staat teuer zu stehen. Die im Auftrag der Bertelsmann Stiftung entstandene Studie des Büros für Arbeits- und Sozialpolitische Studien (BASS) geht davon aus, dass pro Jahr Kosten in Höhe von 16 Milliarden Euro entstehen. Vor allem die Sozialversicherungen und damit deren Beitragszahler müssten für etwa die Hälfte der Kosten aufkommen, so die Zeitung. Demnach kostet die mangelnde Integration Bund und Länder jeweils 3,6 Milliarden Euro pro Jahr. Die Kosten der Kommunen liegen bei 1,3 Milliarden Euro, die der Sozialversicherungen bei 7,8 Milliarden Euro. Während laut der Studie von den weniger integrierten Zuwanderern in Deutschland 16 Prozent arbeitslos gemeldet sind, sind es bei den integrierten elf Prozent. Damit unterschieden sich die integrierten Zuwanderer wenig von der Gesamtbevölkerung, so die Studie.

Islamistischer Feminismus: Zur Märtyreroperation ohne Kopftuch!

Ist das Kopftuch obligatorisch für Musliminnen? Zu dieser auch hier immer wieder aufflammenden Debatte ein interessantes Zitat von Jussuf El-Karadawi, der sich im vergangenen November mit der Anfrage beschäftigte, ob Palästinenserinnen, die ein Selbstmordattentat verüben wollen, gegen die islamischen Bekleidungsregeln verstoßen dürfen.

Buchrezension:Enzyklopädie Migration in Europa, Bade, Pieter, Emmer, Lucassen, Oltmer

Gerade erschienen ist das Werk "Enzyklopädie Migration in Europa vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart" von Klaus J. Bade, Pieter C. Emmer, Leo Lucassen und Jochen Oltmer. Das Werk ist ein hervorragendes Nachschlagewerk zu Migrationsbewegungen innerhalb Europas in den letzten Jahrhunderten.

Integrationskampagne des türkischen Massenblattes SABAH

Mit verschiedenen Aktionen startet heute die Integrationskampagne des Massenblattes SABAH, wie sie heute auf ihrer Titelseite informiert. Zur Vorstellung der Kampagne wurde sie dabei gestern in ihrer Europa-Zentrale von der Bundesintegrationsbeauftragten Maria Böhmer besucht, die die Schirmherrschaft der Kampagne übernimmt. So will die Zeitung ab heute zweimal die Woche einen „Sprachkurs für türkische Hausfrauen“ anbieten. Der Sprachkurs soll in Zusammenarbeit mit der Deutschen Welle laufen. Zudem seien mit der Frankfurter Rundschau und dem Wiesbadener Kurier Redakteursaustausche geplant und als dritte Aktion werde sie in verschiedenen Zeitungen lokale türkischsprachige Beilagen herausgeben.

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